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03. April 2012, 07:30 zurück zur Übersicht Artikel drucken
STOP dem Crash-Sparen bei unseren Straßen!
Ohne notwendige Sanierungsmaßnahmen kann auf vielen steirischen Straßen die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden! Die Bausozialpartner starten deshalb gemeinsam mit ARBÖ und ÖAMTC eine Unterschriftenaktion und hoffen, dadurch die Verantwortlichen im Land von einem dringend notwendigen Handeln zu überzeugen.

Die aktuelle Zustandsauswertung für die steirischen Landesstraßen liefert ein erschütterndes Ergebnis! Fast 40 Prozent unserer Straßen werden mit der Note 5 „Nicht genügend!” bewertet. Hinsichtlich der Verkehrssicherheit, aber auch für den Wirtschaftsstandort Steiermark müssen da die Alarmglocken schrillen.

„Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit einer Konsolidierung des Landeshaushaltes müssen unverzichtbare Investitionen in die Zukunftssicherung des Landes getätigt werden.
57 Millionen Euro sind notwendig, um zumindest eine gleichbleibende Straßenqualität zu gewährleisten. Aufgrund der Sparmaßnahmen stehen aktuell aber nur 23 Millionen Euro zur Verfügung. Die fehlenden 34 Millionen Euro zur Sanierung der Landesstraßen stellen lediglich rund 8 Promille des Landesbudgets dar. Wenn nicht ab sofort in die Straßensanierung investiert wird, steigen die Kosten in den kommenden Jahren sprunghaft an. Das kommt volkswirtschaftlich betrachtet einer Vermögensvernichtung gleich und endet im Sperren von Straßen”,
so der Sprecher der steirischen Bauindustrie BM Ing. Gerhard Graßegger.

In der Steiermark geht es um 5.000 km Landesstraßen, über 3.000 Brücken sowie 36 Tunnels, welche in der Verantwortung des Landes liegen. Das umfangreiche Netz an Gemeindestraßen mit über 25.000 km Länge ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Auch bei den Brücken zeichnet sich ein alarmierendes Bild ab. Laut Studien müssten in den nächsten 6 Jahren 1.200 Brücken dringend saniert werden, das heißt mindestens 200 Brücken im Jahr. Laut Budget sind derzeit aber nur 50 Brücken jährlich möglich. Dazu sind jedoch weitere 22 Millionen Euro notwendig.

„Sanierte, sichere und zeitgemäße Verkehrswege sind für das Funktionieren unserer Gesellschaft besonders wichtig. Eine intakte Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader unserer steirischen Regionen. Sparen ja – aber nicht zu Lasten bestehender lebens- und wirtschaftsnotwendiger Infrastruktur,“ fordert der Stellvertretende Landesinnungsmeister Bau
BM Ing. Michael Stvarnik.

Der Gewerkschaft Bau-Holz Bundesvorsitzende und Abg. z. NR Josef Muchitsch fordert vom Land auch Förderanreize für die Gemeinden zur Sanierung der Gemeindestraßen: „Es macht durchaus Sinn Gemeinden eine nicht rückzahlbare Co-Finanzierung bei der Sanierung ihrer Straßen anzubieten. Dies könnte ohne zusätzliches Budget zweckgebunden aus dem Topf der Bedarfszuweisungen der Gemeindereferenten erfolgen. Die derzeit 5 Millionen Euro pro Jahr dazu sind eindeutig zu wenig. Hier brauchen wir ein kräftigeres finanzielles Zeichen des Wollens. Dabei ist mit den Gemeinden ein mehrjähriger Sanierungsplan auszuarbeiten.“

Die Ziele der Unterschriftenaktion „STOP dem Crash-Sparen bei unseren Straßen!“

1. Sanierte, sichere und zeitgemäße Landes- und Gemeindestraßen sowie Brücken!
2. Wachrütteln der Verantwortlichen!
3. Die Verantwortlichen im Land zum dringend notwendigen Handeln „zwingen”!
4. Zur Verfügungstellung ausreichender Mittel in der Höhe von 34 Millionen Euro für die
    dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen!
5. Zweckbindung eines Teilbudgets bei Bedarfszuweisungen an Gemeinden für die
    Sanierungen unserer Gemeindestraßen!
6. Viele Menschen motivieren, unsere Kampagne aktiv zu unterstützen!
7. Erhaltung einer intakten Verkehrsinfrastruktur in der Steiermark – die Lebensader unserer
    steirischen Regionen!
 
„Ein Stopp in der Sanierung von Straßen führt zwangsweise zu einem schlechteren Straßenzustand und damit zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit. Reifen nutzen sich schneller ab. Stoßdämpfer und Fahrwerk leiden unter schlechten Fahrbahnbedingungen und führen automatisch zu verändertem Fahr- und Bremsverhalten des Fahrzeugs. Auch ein Reduzieren von Absicherungen, Betonabgrenzungen sowie Ausrollzonen – auch angedachte Änderungen im Pannenstreifenbereich – können zu schweren Beeinträchtigungen in der Verkehrssicherheit führen. Wer an Straßenausbau- und -sanierung spart, reduziert die Sicherheit,” erklärt ARBÖ-Landesgeschäftsführer Hans Marcher.

ÖAMTC-Direktor Dr. Paul Fernbach: „Das Straßennetz ist der Blutkreislauf der Wirtschaft und daher ist eine Sanierung der hochrangigen Straßen, aber auch des Landesstraßennetzes dringend notwendig, um den Wirtschaftsstandort flächendeckend auch in den Regionen abzusichern.”

Unterschreiben kann jede Steirerin und jeder Steirer, der/dem die Sicherheit auf unseren steirischen Straßen wichtig ist, bei steirischen Tankstellen, ARBÖ und ÖAMTC, aber auch online unter www.sichere-strassen.at.

„Nur wenn die Verantwortlichen im Land spüren, wie wichtig der Bevölkerung die Sanierung unserer Landes- und Gemeindestraßen ist, kann es zu einem Einlenken der Verantwortlichen im Land kommen“, appelliert Landesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz Steiermark Christian Supper und ruft zur aktiven Unterstützung der Kampagne bei der Bevölkerung auf. Infomaterial dazu gibt es ebenfalls unter www.sichere-strassen.at

„Es geht um unsere Sicherheit! Jede Unterschrift zählt! Tagtäglich wird das Befahren unserer Straßen für Autofahrer und Radfahrer aber auch Fußgänger gefährlicher,“ so die Initiatoren abschließend.
03. April 2012, 07:30 zurück zur Übersicht Artikel drucken
  „STOP dem Crash-Sparen bei unseren Straßen“ ist eine Initiative der steirischen Bausozialpartner in Kooperation mit den Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC.
   
 
 
 
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